WEINE MIT SIEGEL - Typisch. Authentisch. Autochthon.

Blaufränkisch


Dunkle Beerenfrucht:
 
Cassis, Brombeere
Kräuterwürze:
Wacholder, Lorbeer
Säure und Tannin:
müssen reifen können

Edler Roter

Unter den autochthonen (im Gebiet heimischen) roten Rebsorten Österreichs ist die Sorte Blaufränkisch zweifellos die vielversprechendste. Viele Winzer sind überzeugt, dass sie das Potenzial für ganz grosse Weine hat, die zur international gesuchten Rarität werden könnten. In dieser Ansicht fühlen sie sich bestärkt, seit Robert Parker jun., der einflussreichste Weinkritiker weltweit, 2009 einen Blaufränkisch als ersten österreichischen Rotwein mit 95 Punkten bewertet hat. Das bedeutet „Weltklasse“.
Blaufränkisch ist eine Kreuzung zwischen Blauer Zimmettraube und Weisser Heunisch, wie erst in jüngster Zeit nachgewiesen wurde. Sehr wahrscheinlich stammt sie aus der Untersteiermark, die heute in Slowenien liegt, damals aber zum Kaiserreich gehörte. In Österreich seit dem 18. Jahrhundert nachgewiesen, ist sie nach der Zweigelt heute die am zweitmeisten angebaute Varietät. Als grosse Rebsorte des Burgenlandes wird Blaufränkisch vor allem am Westufer des Neusiedlersees und im Mittelburgenland südlich des Zipfels von Sopron kultiviert.  
Der Name bedeutet edler Roter. Im Mittelalter, als die Sorten noch wenig Bedeutung hatten, wurde lediglich zwischen minderwertigen („heunischen“) aus dem Osten und wertvollen („fränkischen“) aus dem Westen unterschieden.
Blaufränkisch-Weine einzuordnen, fällt nicht ganz leicht. Je nach Boden, Klima und Ausbau können sie an einen fruchtig-würzigen Chianti, einen erdigen Barolo oder einen kräuterwürzigen Syrah aus dem Rhonetal erinnern.