WEINE MIT SIEGEL - Typisch. Authentisch. Autochthon.

St. Laurent


Dunkle Beerenfrucht:
 
Weichsel, Zwetschke
Zarte Würze:
Pfeffer, Lakritze
Im Abgang:
Kaffee, Bitterschokolade

Zwischen Pinot und Syrah

Zwar liegt ihr Ursprung wahrscheinlich in Frankreich, gleichwohl gilt St. Laurent als autochthone österreichische Traubensorte. Vom Elsass her gelangte sie vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts nach Deutschland und von dort aus in andere Länder. So auch nach Niederösterreich, wo sie vom Stift Klosterneuburg bei Wien 1860 erstmals ausgepflanzt wurde.
Die St. Laurent steht im Ruf, in Aufzucht und Pflege eher schwierig und im Ertrag nicht gerade üppig zu sein. Dennoch hat sich der Bestand in Österreich innerhalb von zehn Jahren auf 800 Hektar fast verdoppelt. Besonders verbreitet ist die hoch aromatische Sorte in der Thermenregion südwestlich von Wien und im Burgenland.
Von einem natürlichen Burgunder-Sämling abstammend, hat die St. Laurent ihren Namen wahrscheinlich vom Lorenzi-Tag, dem 10. August, weil sich um diese Zeit die Trauben zu verfärben beginnen. Dass der Name auf die Gemeinde Saint-Laurent im Médoc zurückgeht, gilt als nahezu ausgeschlossen.
Charakteristisch ist für die St. Laurent, dass die Zuckergradation selbst in heissen, trockenen  Jahren nicht höher steigt als 18-19° KMW, was etwa 90° Oechsle entspricht. Die Sorte reagiert zudem stark auf die Witterung: In kühleren Jahren erinnert der Wein an einen Pinot Noir, in wärmeren an einen Syrah. In der Jugend sind die Weine eher sperrig, Harmonie und Balance finden sie erst mit einigen Jahren Lagerung.